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Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern,
das habt ihr mir getan. (Matth. 25,40)

 

Dieser Wochenspruch im September kommt aus dem Gleichnis Jesu vom großen Weltgericht am Ende der Tage. Und ich bin doch froh, dass der moderne Mensch solche Höllenängste des Mittelalters hinter sich gelassen hat. Und doch kommt da die Bibel mit dieser Vision eines Weltgerichts am Ende aller Tage. Und ich denke: Habe ich wirklich vergessen, dass ich am Ende doch für mein Leben zur Rechenschaft gezogen werde? Aber wofür zur Rechenschaft? Jesus sagt: Für meine Sensibilisierung dafür, wo ich ihm begegnen kann. Bei den „Geringsten“, wie er bestimmte Menschen nennt. Bei denen, die wirklich „schräg“ sind. Bei allen??? Auch bei Corona-Leugnern und Rechtsradikalen? Wie wäre denn das?? Sind das auch „geringste Brüder“, in denen mir Christus begegnen will?? Nein, ich habe nicht automatisch Sympathie für alle Spinner, bloß weil sie schräg oder ganz unten sind – und sich auch entsprechend benehmen! Ich will auch nicht irrationales, hassorientiertes Handeln rechtfertigen oder verharmlosen, bloß weil es von denen kommt, die sich vielleicht mit ihrer traurigen Kindheit rechtfertigen… Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan. Was kann ich denn „an“ solchen geringsten Brüdern und Schwestern „tun“? Zuallererst vielleicht dies: Akzeptieren, dass sie eben Menschen sind! Und als Menschen zu achten – auch wenn ich ihr Verhalten ablehne. Und zum zweiten: Dass auch die verquersten Typen ein Recht auf Glück haben, wie ich. Ja, das ist doch das aller Erstaunlichste im Glauben: Noch bevor wir dem Verqueren gerecht zu werden versuchen – ist es durch Gott schon geschehen. Er stellt uns gemeinsam mit den schrägsten Typen vor seinen Thron. Und es ist der Thron der Barmherzigkeit. Gott sei Dank!

 

Ihr Propst Stefan Block

 

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